





Stadthagen, den 24. März 2014

„Equal Pay Day“ - Mindestlohn würde vielen Frauen mehr Lohn bescheren
Tadge: „Große Koalition auf dem richtigen Weg“
Aus Anlass des Aktionstags „Equal Pay Day“ am 21. März fordert CDU-Bürgermeisterkandidat Heiko Tadge die rasche Einführung eines Mindestlohns. Er selber hat sich als Mitglied der CDA (Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft) und deren stellvertretender Bezirksvorsitzender immer dafür eingesetzt. Die CDA ist der Sozialflügel der CDU. Sie kümmert sich vor allem um sozialpolitische Fragen: Die Mitglieder engagieren sich unter anderem für verlässliche Sozialversicherungen und einen Mindestlohn.
Besonders von der Einführung des Mindestlohnes von 8,50 Euro profitieren Frauen nach Tadges Ansicht. „Frauen verdienen im Schnitt ein Fünftel weniger als Männer. Ein Mindestlohn würde helfen, die Differenz abzubauen. Denn viele Frauen arbeiten jetzt für sehr geringe Löhne“, erläutert Tadge. Die Große Koalition will 2015 einen Mindestlohn von 8,50 Euro in Kraft setzen. Heiko Tadge mahnt zur Eile bei der Umsetzung: „Das muss jetzt schnell ins Gesetzblatt, damit Lohndumping bald nicht mehr möglich ist.“
Die Bundesarbeitsministerin hat pünktlich zum „Equal Pay Day“ in dieser Woche ihren Gesetzentwurf für die Einführung eines deutschlandweiten Mindestlohnes vorgelegt. Jetzt muss dieser noch vom Bundestag beraten und beschlossen werden. Somit könnte Tadges Wunsch bald in Erfüllung gehen. „Die Große Koalition ist auf dem richtigen Weg, aber es muss darauf geachtet werden, dass der Gesetzentwurf nicht im parlamentarischen Verfahren verwässert wird“, sieht Tadge das Projekt auf dem richtigen Weg, aber noch nicht in trockenen Tüchern.
Am „Equal Pay Day“ prangern Parteien und Verbände jedes Jahr die schlechteren Verdienstchancen von Frauen an. Sie verdienen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. Frauen arbeiten beispielsweise überproportional häufig im Niedriglohnsektor: 2012 waren laut Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) 62 Prozent der dort Beschäftigten weiblich. Fast jede vierte Frau verdiente weniger als 8,50 Euro brutto pro Stunde. Insgesamt erhielten 6,6 Millionen Beschäftigte Stundenlöhne unterhalb dieser Schwelle.
Die Lohnlücke hängt auch damit zusammen, dass Frauen häufig Berufe mit vergleichsweise geringer Bezahlung wählen, beispielsweise im Gesundheitswesen oder im Handel. Außerdem pausieren sie öfter wegen Erziehung oder Pflege. Auch schlechtere Karrierechancen und Lohndiskriminierung (weniger Lohn für gleiche Arbeit bei gleicher Qualifikation) schmälern die Gehälter vieler Frauen.
Der Mindestlohn würde ihnen Lohnerhöhungen bescheren. „Diesen Kaufkraftzuwachs wird der Einzelhandel spüren“, ist Tadge überzeugt von den positiven Auswirkungen des Mindestlohnes.


