





Das DRK und das Unternehmerehepaar Steding wollten an diesem Standort, so erfuhren die CDA-Vorstandsmitglieder, alternative Wohnformen und alternative Pflegemöglichkeiten für ältere Menschen mit und ohne Pflegebedarf verwirklichen. Die „Seniorenvilla im Wallgarten" wird daher nicht als Heimbetrieb verwirklicht, sondern es wird eine Art „Pflege-WG" umgesetzt. Geschäftsführer Kirk V. Johnson vom DRK: „Auch ein „Pflegehotel" wäre eventuell eine Zukunftsperspektive für die innovative Entwicklung in diesem Bereich im Landkreis Schaumburg und in Stadthagen."
Die Vorstellung der Wohngemeinschaft „Seniorenvilla im Wallgarten" wurde durch die Bauunternehmer Marion und Kay Steding aus Rinteln vorgenommen. Dabei erfuhren die CDA-Mitglieder einiges über die Geschichte des Hauses, die Problematik mit dem Denkmalschutz, die aufwendige Sanierung und Modernisierung sowie über die zukünftige Gestaltung und Einrichtung des Objektes. Insgesamt entstehen elf Zimmer mit Bad. „Die Stadt kann sich nur bedanken für das Engagement in den Bereichen Pflege und Denkmalschutz“, formulierte Tadge sein Lob für die unternehmerischen Anstrengungen. Pflege und Wohnen werde hier in einer modernen und attraktiven Weise dauerhaft ermöglicht.
In einem anschließenden Gespräch wurde besonders die Barrierefreiheit der Innenstadt angemahnt. Gerade mit Rollatoren sei jede Unebenheit ein Problem und eine Gefahrenquelle. „Hier gibt es Nachholbedarf“, unterstrich Tadge.
Er versprach, sich für eine angemessene Lösung stark zu machen, schließlich sei das Thema „altersgerechte Kommune" ein wesentlicher Punkt im Wahlprogramm des Bürgermeisterkandidaten. „Ein kompletter Ersatz der Kopfsteinpflasterung in der Innenstadt ist sehr teuer und sicher auch nicht erforderlich, aber eine Schaffung deutlich breiterer, optisch gut erkennbarer und besserer Querungsmöglichkeiten an den notwendigen Stellen muss trotz enger Finanzen umgesetzt werden."
Marion Steding wünschte sich Unterstützung bei der Frage, welche Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen sind. Die ursprünglich geplante Schaffung eines Schwanenteiches und einer Sandsteintreppe ist sowohl in der Umsetzung als auch in der späteren Nutzung problematisch. „Die Schaffung eines Generationenspielplatzes wäre eine sinnvolle Alternative." Auch hier sagte Heiko Tadge zu, sich des Themas anzunehmen. Die Vorsitzende der Frauen-Union Niedersachsen, Ute Krüger-Pöppelwiehe und Heiko Tadge regten an, zunächst den Generationenspielplatz am Freizeitheim Ricklingen als eine beispielhafte Umsetzung dieser Idee zu besichtigen.



